Die Spiele zum Auftakt der Fußball Bundesliga Rückrunde 2015

von spielenews am 15. Januar 2015

Mit dem Spitzenspiel zwischen dem Tabellen-Zweiten VfL Wolfsburg und Tabellenführer Bayern München startet am 30. Januar 2015 die Rückrunde der Bundesliga-Saison 2014/15. In dieser Partie könnte sich auch bereits entscheiden, ob den Bayern der neuerliche Gewinn des Meistertitels noch zu nehmen sein wird. Sollten die Münchner die Partie für sich entscheiden, wären wohl angesichts eines Vorsprungs von 14 Punkten für die letzten 16 Partien keine Zweifel mehr angebracht.

Schon im bisherigen Saisonverlauf war der deutsche Rekordmeister eine Klasse für sich. Seit 21 Bundesligaspielen sind die Bayern unbesiegt, 18 davon haben sie gewonnen, nur drei Mal konnte der jeweilige Gegner zumindest einen Punkt erringen. Zuletzt gelang dies Borussia Mönchengladbach am 9. Spieltag beim 0:0 am 26. Oktober 2014. Seitdem feierten die Bayern acht Siege in Serie und ließen im Herbstdurchgang insgesamt nur vier Gegentreffer zu.

Die Wolfsburger würden aber auch im Falle einer Niederlage ihren zweiten Tabellenplatz vorerst behalten, da dieser mit sechs Punkten Vorsprung auf den Dritten Bayer Leverkusen komfortabel abgesichert ist.

Trendwende bei Borussia Dortmund?

Obwohl Bayer Leverkusen das Jahr 2015 mit einem Heimspiel gegen ein Team eröffnet, das auf einem Abstiegsplatz rangiert, ist es keineswegs sicher, dass die Werkself die BayArena als Sieger verlässt. Denn mit Borussia Dortmund steht Bayer ein Gegner gegenüber, der in der Rückrunde eine Aufholjagd starten und sich jenen Plätzen annähern will, der dem Leistungsvermögen der Mannschaft von Jürgen Klopp entspricht.

Bundesliga Absteiger Quoten in Die Spiele zum Auftakt der Fußball Bundesliga Rückrunde 2015

Bild oben: die Wettquoten für den Bundesliga Absteiger 2015 im Überblick. Für die Wettanbieter ist ein Abstieg der Dortmund zwar relativ unwahrscheinlich, aber nicht gänzlich ausgeschlossen.

Kein Wettanbieter hatte vor Saisonbeginn auch nur annähernd mit einem derartigen Einbruch des BVB gerechnet. Trotz schlechter Ergebnisse gingen die Dortmunder in nahezu jede Begegnung als Favorit, um dann danach doch mit leeren Händen da zu stehen. Nur vier Siege, aber zehn Niederlagen, entsprechen nicht annähernd den Ansprüchen, die der Verein selbst an sich stellt. Im Falle eines Fehlstarts in Leverkusen würde in Dortmund aber weiterhin die Abstiegsangst regieren.

Auch Dortmunds Revierrivale Schalke 04 hat keine optimale Herbstsaison hinter sich. Aber mit Platz fünf zur Saisonmitte und dem Achtelfinalaufstieg in der Champions League können die Königsblauen gut leben. Mit einem Heimsieg über Hannover 96 würde die positive Stimmung in Gelsenkirchen noch länger anhalten.

Kampf um die Champions-League-Plätze

Punktgleich mit den Schalkern liegt aktuell Borussia Mönchengladbach auf Platz vier und hätte damit einen Champions-League-Qualifikationsplatz inne. Zu Saisonbeginn waren die Gladbacher erster Verfolger von Meister Bayern, in den letzten Wochen vor der Winterpause riss allerdings etwas der Faden. Vor allem in den Auswärtsspielen blieben die Erfolge aus. Diese Schwäche gilt es rasch zu beheben, denn im ersten Spiel des Jahres 2015 müssen die Borussen in der Mercedes-Benz-Arena in Stuttgart antreten.

Die Schwaben holten in acht Heimspielen in dieser Saison insgesamt nur fünf Punkte und sind damit wie in der Vorsaison in akuter Abstiegsgefahr. Zwar belegt der VfB aktuell als Fünfzehnter keinen Abstiegsplatz, der Vorsprung auf das Tabellenende ist mit zwei Punkten aber denkbar gering.

Traditionsvereine müssen zittern

Allerdings sind Borussia Dortmund und der VfB Stuttgart nicht die einzigen verdienstvollen Traditionsvereine, die um den Weiterverbleib in der höchsten Spielklasse bangen müssen. Vor allem der Hamburger SV – der als einziger Verein seit 1963 ohne Unterbrechung der Bundesliga angehört – und Werder Bremen, die schon in der vergangenen Saison lange zittern mussten, sind erneut in Bedrängnis.

Beide Nord-Klubs starten mit Heimspielen in das Jahr 2015. Der Hamburger SV trifft dabei auf den auswärtsstarken 1. FC Köln. Nur Spitzenreiter Bayern München hat auf fremden Plätzen eine bessere Punkteausbeute als die Geißböcke. Dennoch ist auch für den Aufsteiger der Klassenerhalt noch lange nicht gesichert, denn vor eigenem Publikum sind nur die Stuttgarter noch erfolgloser als die Kölner.

Werder Bremen empfängt im Weserstadion Hertha BSC. Auch der Hauptstadtverein befindet sich mitten in der Abstiegszone, der Vorsprung auf den Relegationsplatz beträgt nur einen Zähler.

Wie ergeht es den Überraschungsteams?

Der FC Augsburg schaffte, woran viele Traditionsklubs scheiterten. Ohne große Namen aber mit klaren Vorgaben machte sich die Truppe von Trainer Markus Weinzierl ans Werk und beendete die Rückrunde auf dem sechsten Tabellenplatz. Am Ende der Saison würde das für die erstmalige Teilnahme an einem internationalen Bewerb berechtigen. Der FCA startet mit einem Heimspiel gegen die einen Punkt dahinter liegende TSG 1899 Hoffenheim in das neue Jahr.

Vor Saisonbeginn hatte kaum jemand damit gerechnet, dass sich der SC Paderborn in der Liga bestehen würde. Alle Wettanbieter hatten den Aufsteiger als Abstiegskandidat Nummer eins auf der Rechnung. Aber nach dem vierten Spieltag führte der Underdog sogar die Tabelle an und hielt sich auch in der Folge respektabel. Dennoch fielen die Ostwestfalen langsam aber stetig zurück, je länger die Saison dauert. Aktuell rangiert Paderborn auf Platz zehn, der Vorsprung auf die Abstiegsplätze ist aber gering. Daher wäre ein guter Rückrundenstart in Mainz von großer Bedeutung. Aber auch die Mainzer haben nichts zu verschenken.

Denn zu Saisonbeginn lagen die Rheinhessen nach Spieltag vier hinter Paderborn auf Platz zwei. Aber aktuell warten die Mainzer bereits seit neun Spielen – seit dem 18. Oktober 2014 – auf einen Sieg. Ein Dreipunkter zum Rückrundenstart würde die Abstiegsgefahr einigermaßen eindämmen. Diese Gefahr bekommt der SC Freiburg aktuell hautnah zu spüren, da er die Winterpause auf dem letzten Tabellenplatz verbringen musste. Mit zwei Punkten Rückstand auf Platz 14 ist aber noch nichts verloren. Ein Sieg im Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt könnte die Breisgauer zumindest vorerst aus der Gefahrenzone bringen.

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